Parodontitis
Was ist Parodontitis?
Unter dem Begriff "Parodontitis" versteht man im Allgemeinen eine entzündliche Erkrankung des "Zahnbettes".
Was ist die Ursache einer Parodontitis?
Die Ursache der Parodontitis ist eine fortschreitende Entzündung des Zahnhalteapparates, die überwiegend durch Bakterien hervorgerufen wird. Diese Bakterien finden sich vor allem in Belägen (der Plaque) und Zahnstein (verkalkte Plaque). Sie bilden sich vermehrt an überstehenden Füllungs- und Kronenrändern, sowie in Nischen, die für den Patienten nur schwer zu pflegen sind. Bei der über 40 jährigen Bevölkerung ist die Erkrankung des Zahnhalteapparates die häufigste Ursache für Zahnverlust.
Welche weiteren Faktoren beeinflussen die Entstehung einer Parodontitis?
- - funktionelle Ursachen, d. h. falsche Belastungsverhältnisse der Zähne ( s. Funktionsanalyse)
- - allgemeine Erkrankungen, wie Stoffwechselstörungen des Hormon- und Vitaminhaushalts, erbliche Faktoren, ein geschwächtes Immunsystem oder auch Stress
Verlauf
Bakterien auf der Zahnoberfläche führen zur Entzündung des Zahnfleisches; erste Anzeichen sind Blutung, Rötung und Schwellung. Erfolgt keine Behandlung bilden sich Zahnfleischtaschen, in denen sich die Bakterien ungehindert vermehren können. Im weiteren Verlauf der Erkrankung führt dies zum Abbau des Kieferknochens, Zahnlockerung und Zahnverlust sind die Folge.
Was sind die sichtbaren Anzeichen einer Parodontitis?
- - Bluten des Zahnfleisches
- - Schwellung und Rötung des Zahnfleisches
- - "Längerwerden" der Zähne
- - Wanderung und Lockerung der Zähne
- - Empfindlichkeit der Zahnhälse
Parodontitis-Bakterien können:
- - in die Blutbahn verschleppt werden (Bakteriämie) und dort eine Infektion verursachen
- - nach häufig wiederholten derartigen Infektionen Herz- oder Hirninfarkt, Fieber- und Rheumaschübe oder andere vaskuläre Erkrankungen auslösen (Arteriosklerose)
- - in die Lunge gelangen und bei reduzierter Immunabwehr eine Pneumonie (Lungenentzündung) verursachen
- - behandelte Stellen durch Zahn- und Interdentalbürsten wieder infizieren
- - andere Menschen durch Speichel, Essbesteck etc. anstecken
Das Risiko einen Herz- oder Hirninfarkt zu erleiden, ist in Anwesenheit von Zahnfleischerkrankungen größer, als bei den bekannten Risikofaktoren, wie z. B. Rauchen oder erhöhte Cholesterinwerte! Parodontitis führt häufiger zu Hirninfarkt, Herzinfarkt, Arteriosklerose und zu untergewichtigen Frühgeburten!
Wie behandelt man Parodontitis?
Ziel ist es, die Bakterien maximal zu reduzieren oder zu eliminieren. Die Behandlung der Parodontitis setzt sich nach genauer Diagnose mit Röntgenbildern und Modellanalyse aus drei Teilen zusammen.
Was sind die drei Phasen der Parodontitisbehandlung?
Die Vorbehandlung
Es erfolgt eine auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmte Hygienephase mittels professioneller Zahnreinigung. Diese umfasst eine Dekontamination bzw. Säuberung der Zahnfleischtaschen mittels modernster, gewebeschonender Instrumente. Je nach Ziel und Fortschritt der Behandlung kann mit einer gründlichen Taschenspülung, mit Hilfe eines Desinfektionsmittels, eine noch vollständigere Reduktion der Bakterien erreicht werden. Damit wird die schädliche Bakterienflora um bis zu 80% reduziert. Weiterhin erfolgt die Aufklärung über moderne Mundhygiene. Unter unserer Anleitung erlernen Sie, eine auf Ihre Bedürfnisse abgestimmte Putztechnik, sowie den individuellen Einsatz von Pflegemitteln zur Zahnreinigung.
Die Parodontalbehandlung
Ziel der eigentlichen Parodontalbehandlung ist es, die restlichen Bakterien und Ablagerungen in den tiefen Zahnfleischtasche zu entfernen, das Entzündungsgewebe zu beseitigen und die Wurzeloberfläche zu glätten. Auf sauberen, glatten Wurzeloberflächen kann sich das Zahnfleisch wieder an der Wurzel anheften und die vorhandenen Taschen schließen. Um eine möglichst perfekte Desinfektion der Mundhöhle zu erreichen ist es notwendig, diesen Abschnitt der Behandlung innerhalb von 24 Stunden in der gesamten Mundhöhle durchzuführen mit zusätzlichem Einsatz von Ozon(siehe unter Ozon Behandlung)und Orthomolekulare und Homöopathische Mittel bringen in 80 % vollständiges verschwinden der Symptome. In seltenen Fällen ist ein Einsatz von Antibiotikum und chirurgisches Vorgehen indiziert.
Die Nachbehandlung
Die regelmäßige Nachsorge sowie eine optimale Mundhygiene sind von ausschlaggebender Bedeutung für einen dauerhaften Erfolg der Parodontitisbehandlung. In der Nachbehandlung kontrollieren wir mit Ihnen die Effektivität der häuslichen Mundhygiene. Ein erneuter Mundhygienestatus wird erstellt, und wir besprechen mit Ihnen alle Fragen rund um Ihre Zähne.
